Herzlich Willkommen im Tierheim Berganza

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Auf unseren Seiten möchten wir Ihnen einen Überblick über unsere vierbeinigen Gäste geben, einen Einblick in die Arbeit des Tierheims vermitteln und Ihnen nützliche Informationen rund um die Haltung eines Tieres zur Verfügung stellen. Das Tierheim „Berganza“ ist keine kommunale Einrichtung. Alleiniger Träger ist der Tierschutzverein Bamberg e.V. Wir erhalten keinerlei staatliche Unterstützung. Von der Stadt Bamberg und einigen Gemeinden der Region bekommen wir einen Pauschalbetrag für die Aufnahme von Fundtieren. Dieser Betrag deckt etwa 15 Prozent der jährlichen Kosten des Tierheims. Der Tierschutzverein Bamberg e.V. ist daher auf Ihre Unterstützung in Form von Spenden, Mitgliedschaften, Vermächtnissen und ehrenamtlicher Mithilfe angewiesen. Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich! Der Vorstand, die Tierheimleitung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Damit Tiere jetzt nicht leiden
(Fränkischer Tag vom 06.07.2015)
Hitze  Vierbeiner haben derzeit ähnliche Bedürfnisse wie der Mensch, Schutz vor Sonne und ausreichende Wasserzufuhr gehören dazu. Bei Missständen sollten Amtsveterinäre und notfalls auch Polizei eingeschaltet werden.
VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED
ANETTE SCHREIBER

Landkreis Bamberg – Im Zweifel für das Tier. So würde Dr. Hermann Knörl entscheiden. Das bedeutet, für den Hund im glutheißen, abgesperrten Auto die Scheibe einschlagen. Doch ganz so einfach ist das nicht, wie Helmut Fischer von der Polizeiinspektion Bamberg-Land anklingen lässt. Eher Abwägungssache. Davon weiß auch Marion Hymon-Löffler, Zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Bamberg und Umgebung. Doch einig sind sich die drei in einem: Der Mensch sollte seinen Verstand einsetzen und Tiere erst gar nicht extremen Hitzesituationen aussetzen.
„Kein Mensch, der nicht muss, geht momentan mittags raus, außer vielleicht ins Freibad“, stellt Knörl, Chef der Veterinärabteilung am Landratsamt Bamberg fest. Somit mache es keinen Sinn, in der Gluthitze den Hund Gassi zu führen geschweige denn kilometerlang am Rad rennen zu lassen. Knörl veweist zudem auf die teils extremen Temperaturen des Asphalts und die dadurch entstehenden Wunden an den Pfoten. „Das wäre, wie wenn wir barfuß gingen.“
Reiter nimmt Knörl gleichfalls ins Visier: Gerade solche Pferde die nicht viel arbeiten, jetzt mittags auszureiten, „nur weil man da die Natur genießen möchte“, sei ein Unding. Bei den Haltern von Paarhufern macht er gleichfalls Missstände aus, konkret etwa Schafhalter, deren Tiere jetzt noch nicht geschoren sind. „Die schwitzen ohne Ende.“
Wie die Menschen leiden auch Tiere unter hohen Temperaturen. Dauerhafter Zugang zu ausreichend und einwandfreiem Wasser seien derzeit ebenso unabdingbar für draußen gehaltene Tiere wie Schatten, fordert der Amtsveterinär. Mit leichten Tricks und etwas Fantasie lasse sich etwa mit Segeltuch Schatten schaffen, wobei jedoch auf die Vermeidung von Hitzestau zu achten sei. Missstände empfiehlt er dem Amt zu melden. Je nach Schwere des Verstoßes können die mit empfindlichen Strafen geahndet werden.
Strafen haben gegebenenfalls allerdings auch die zu erwarten, die für leidenden Hund die Autoscheibe einschlagen, mahnt Helmut Fischer namens der Polizei. Sinnvoll sei es hingegen, parallel vorzugehen: im Markt nach dem Fahrer suchen lassen und die Polizei verständigen. „Wir sind in der Regel schnell vor Ort und können die Situation einschätzen.“ Und wohl auch eher die Verursachung von Schaden begründen, „bevor der Bürger sich in Rechtsschwierigkeiten begibt“.
Gesunder Menschenverstand
Insgesamt setzt Knörl eigentlich auf den gesunden Menschenverstand: Hunde dürfen nicht in Einkaufsmärkte, warum sie also überhaupt mitnehmen. Abgesehen davon: „Daheim ist es kühler.“ Anstelle den Hund mitzunehmen, empfiehlt er ihn eben kurz beim Nachbarn zu lassen oder notfalls auch vor dem Geschäft anzubinden. Allerdings nicht in der prallen Sonne. Überhaupt: Tiere verkraften Hitze meist viel schlechter als kühlere Temperaturen.
Neben den bereits erwähnten sollte man auch an weitere Haustiere denken, mahnt Marion Hymon-Löffler. So finden Freigänger-Katzen zwar oft schattige Plätzchen, sie sollten aber unbedingt Zugang zu Wasser haben. Wohnungskatzen derzeit auf den Balkon zu sperren, verböte sich von selbst. Eine tödliche Falle bildeten allerdings gekippte Fenster, aus denen sich Katzen nicht befreien können. „Fenster also entweder ganz auf oder ganz zu“, rät sie.
Bei weiteren Kleintieren gelte momentan gleichfalls erhöhte Achtsamkeit. So sollten Vögel in ihren Käfigen und Volieren nicht praller Sonne ausgesetzt sein. Gleiches gelte für Kaninchen oder Meerschweinchen. Nebenbei steuert sie einen Sommer- Service-Tipp bei: Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass Hasen und Meerschweinchen ihr Grünfütter (zum Beispiel Salat, Löwenzahn) bei Hitze eher am Abend vertilgen. „Tut man’s ihnen früh rein, ist es abends meist schon verwelkt.“ Das sei nur ein Nebenaspekt. Wichtig sei wie schon bei den bereits genannten Tieren Wasser und Schatten. Aus einem brandaktuellen Fall heraus bestätigt Amtsveterinärin Gabriele Pflaum, dass Kaninchen zwar im Schatten standen. Allerdings hatte sich unter dem Vordach Hitze gestaut, weshalb wohl auch der Trinkbehälter rasch leer war und die Tiere nichts mehr zu trinken hatten. „Gut, dass wir kamen“, sagt sie und erklärt, viele Tiere seien wesentlich empfindlicher als Menschen, „da sie nicht so schwitzen können wie wir“. Darauf gilt es nun verstärkt zu achten. Der allgemeine hitzebezogene Rat der Experten lautet, was uns gut tut, tut auch den Tieren gut.